







Wieninger Einzelmeldung

12.03.10
Ein würziges Stück Bauernspeck hat nicht nur in Bayern seine Liebhaber. Die Herstellung dieser herzhaften Köstlichkeit hat eine lange Tradition und wurde früher meist in bäuerlichen Familien gepflegt. Heute findet sich aber auch mancher „Hobbyspeckmacher“ und jeder hat seine eigene Rezeptur entwickelt. In Aufham veranstaltete die Wirtin des Gasthauses „Neuwirt“, Branka Culina zum dritten Mal eine „Speckolympiade“ in Zusammenarbeit mit der Brauerei Wieninger aus Teisendorf. 11 Speckmacher beteiligten sich an dem Bewerb, der Fürbergerbauer Franz Seehuber machte heuer das Rennen und sicherte sich vor Mathias Unterreiner und Bernd Brekalo den Siegpreis.
In den letzten Wochen hatten sich die Speckmacher aus Aufham eifrig an die Arbeit gemacht um ihren individuellen Speck herzustellen. Ein qualitativ hochwertiges Stück Schweinefleisch, meist ein Bauchstück, ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen. Die so genannte „Sur“, in die das Fleisch dann für einige Wochen wandert, ist bei den Speckmachern ein Geheimrezept. Hier hat jeder seine eigenen Tipps und Kniffe, um dem Fleisch eine würzige Note zu verleihen. Viel Fingerspitzengefühl erfordert schließlich das Räuchern im Kamin, denn die richtige Dosierung der Hitze ist ein weiteres wichtiges Kriterium für den kulinarischen Erfolg. Und in den Ofen wird manches zusätzliche Zweigerl geschoben, um dem Speck noch eine weitere Nuance an Aroma zu verleihen. Dem Aufruf von Branka Culina, sich an der Speckolympiade zu beteiligen, waren elf Männer aus Aufham und anderen Gemeinden gefolgt und die Gaststube war am Mittwochabend gut gefüllt. Das Probestück war aufgeschnitten und nummeriert worden. Nur der Küchenchef wusste, welcher Teilnehmer sich hinter welcher Nummer verbarg. Jeder Besucher der Veranstaltung konnte sich als Juror beteiligen. So gab es insgesamt 35 Testesser, die die Bewertung vornahmen und Punkte vergaben. Es war ein recht spannendes Rennen, denn die Platzierungen zwei bis zehn lagen nur 18 Punkte auseinander. Das Aroma, das Aussehen und die Beschaffenheit des Specks waren maßgebliche Grundlagen der Bewertung. Mit einem Abstand von 10 Zählern sicherte sich Franz Seehuber den Siegpreis, der „Fürbergerberspeck“ erhielt 120 Punkte. Auf Platz zwei folgte Mathias Unterreiner mit 110 Punkten, den dritten Platz belegte Bernd Brekalo, sein Produkt wurde mit 108 Punkten bewertet. Für die Bauerei Wieninger führte Hans Unterreiner die Preisverteilung durch, und konnte den Gewinnern Weißbier – Glaspokale überreichen.