







In Teisendorf gab es vermutlich lange vor 1600 Brauereien. Alte Schriften nennen den Bierbrauer Leonhard Schaidinger für die Zeit um 1600. Dessen Sohn, Tobias Schaidinger, erbaute 1656 ein neues Brauhaus in Teisendorf, dass sich im heutigen ?Malzhaus? befand.
Ständige Streitigkeiten trübten das Verhältnis der Schaidingers zum Fürsterzbistum Salzburg, zu dem seinerzeit der Rupertigau gehörte. Besonderes Missfallen erregten die säumigen und stets zu gering ausfallenden

Steuerzahlungen. Deshalb kaufte anno 1666 der Salzburger Fürsterzbischof Guidobald Graf zu Thun kurzerhand die Brauerei. Gleichzeitig wurde sie in diesem Jahr als ?Fürsterzbischöfliches Hofbruyhaus? erstmals urkundlich erwähnt. Gebraut wurden etwa 20.000 Eimer Bier pro Jahr, was ungefähr 1,2 Millionen Liter entspricht.
Der Rupertiwinkel gehörte über 600 Jahre zum Fürsterzbistum Salzburg. Am 19. September 1810 erfolgte die Eingliederung in das damalige Königreich Bayern.