Das künftige Rupertiwinkler Lokalbier „wächst und gedeiht“

Wieninger Einzelmeldung

 

26.05.2017

 

Mitte Oktober soll es soweit sein: Dann kann das erste Rupertiwinkler Lokalbier, das komplett aus heimischen Rohstoffen gebraut ist, getrunken werden. Die „Bierwerkstatt“ Wieninger in Teisendorf und die Laufener Bauern Martin und Oswald Öttl machens möglich. Auf den Feldern wird Laufener Landweizen und eine alte Braugerstensorte namens „Steffi“ angebaut. Die anderen Zutaten, Hopfen aus dem Hopfengarten in Teisendorf, Hefe aus der eigenen Reinzucht, und das reine Quellwasser, steuert die Brauerei Wieninger bei. Damit der Laufener Landweizen und die Braugerste „Steffi“ auch gut gedeihen, muss man dieses kostbare Gut natürlich entsprechend hegen und pflegen. Zum Beispiel Unkräuter, oder besser „Beikräuter“, bekämpfen. Das geschieht aber nicht mit Glyphosat, sondern mit der altbewährten Methode des „Striegelns“. Dabei wird das Beitkraut aus der Erde befördert und trocknet normalerweise innerhalb eines Tages so stark aus, dass es nicht mehr anwachsen kann. Die kräftigeren Pflanzen des Weizens und der Gerste bedecken bald nach dem Striegeln den Boden komplett. Die Beikräuter bekommen kein Sonnenlicht mehr und geben auf. Das Feld gehört nurmehr ausschließlich dem Landweizen und der Braugerste. Unkrautbekämpfung auf die schonenden Art. Gestriegelt werden muss in der Regel nur einmal. Auf insgesamt einem Hektar Fläche wird die Braugerste angebaut, der Landweizen auf rund zwei Hektar. Braumeister Bernhard Löw freut sich schon darauf, wenn voraussichtlich im Juli das Getreide gedroschen wird. Einbrauen will er die Rohstoffe unmittelbar nach dem Hopfenzupferfest am 8. September. Wenn alles klappt stehen dann ab Mitte Oktober rund 8.000 Liter des kostbaren regionalen Gerstensaftes den verwöhnten Gaumen aus Nah und Fern zum Genusse zur Verfügung.

 

 

 

Bildunterschrift: Die Landwirte erläutern Braumeister Bernhard Löw (Bildmitte) im Braugerstenfeld die Wirkungsweise des „Striegels“