Spektakuläres F-Junioren-Siegtor 4 Sekunden vor Spielende

Wieninger Einzelmeldung

 

20.02.2012

Das letzte Wieninger-Libella-Jugend-Hallenfußballturnier in Mitterfelden für U9-Mannschaften gewinnt der TSV Fridolfing im letzten Moment gegen TSV Bad Reichenhall

Für die spektakulärste Endspielspielentscheidung im Wieninger-Libella-Hallenturnier 2012 sorgten ausgerechnet die Fußballjüngsten in der nun in der Sporthalle Mitterfelden zu Ende gegangenen Turnierserie. Im Endspiel  zwischen dem TSV Fridolfing und TSV Bad Reichenhall schien beim Spielstand von 1:1 schon alles für einen Siebenmeterentscheid gerichtet, als vier Sekunden vor dem Schlussgong Jonas Kronbichler - Trainersohn von Herbert Kronbichler - mit einem schlitzohrigen Bogenschuss unter die Latte den 2:1-Sieg bewerkstelligte. Riesenfreude auf der einen Seite und verständliche momentane Niedergeschlagenheit  im Lager der Schwarz-Gelben.
„Zuerst haben wir im Halbfinale glücklich nach einem Elfmeterduell gegen den FC Hammerau das Endspiel erreicht, jetzt diese 50-zu-50-Chance im letzten Augenblick verpasst. So ist halt Fußball“, stellte unisono das Reichenhaller Trainergespann Oleg Kremer/Schorsch Leitner fest.
In dem ausgeglichenen Endturnier unter den acht Qualifikanten vor vollbesetzten Publikumstribünen zeichneten sich in beiden Gruppen knappe Entscheidungen ab, wer ins Halbfinale und somit schon mal die Rangfolge von 1 bis 4 unter sich ausmachen würde oder um die Plätze 5 bis 8 kämpfen müsste. In der Gruppe A hatten bei Punktegleichstand mit Bad Reichenhall die Fridolfinger Buben ein Tor mehr erzielt. Beide Teams sicherten sich die Halbfinalteilnahme vor dem ebenfalls stark mitfighteten TSV Grabenstätt, der entscheidend das letzte Gruppenmatch gegen Bad Reichenhall mit 0:1 verloren hatte. Die von Alois Jank betreute TSV Petting-Crew mit einem Zähler mussten mit dem letzten A-Gruppenplatz zufrieden sein.
Noch enger ging es in der B-Staffel zu, denn die Teams nahmen sich gegenseitig die Punkte ab. Erst in den jeweils letzten Begegnungen kam Klarheit in die Rangfolge, die schließlich der FC Hammerau unter dem Coaching von Heiko Dreßl anführte. Den zweiten noch freien Halbfinaleinzug sicherte sich der TSV Übersee dank der besseren Tordifferenz vor dem ebenfalls vier Punkte aufweisenden SC Inzell unter dem Kommando von Dani Schillmeier  Die DJK Nußdorf (3 Punkte) hätte durchaus mitmischen können, unterlag aber im Kräftemessen mit Hammerau 0:2.
Die Vorrundenergebnisse auf einen Blick: Grabenstätt - Fridolfing 0:0, Bad Reichenhall - Petting 0:0, Hammerau - Übersee 0:1, Nußdorf - Inzell 0:1, Fridolfing - Bad Reichenhall 1:1, Petting - Grabenstätt 1:2, Übersee - Nußdorf 0:1, Inzell - Hammerau 0:3, Fridolfing - Petting 2:0, Grabenstätt - Bad Reichenhall 0:1, Übersee - Inzell 1:1, Hammerau - Nußdorf 2:0.
Tabelle, Gruppe A: 1. TSV Fridolfing 3:1-Tore/5 Punkte, 2. TSV Bad Reichenhall 2:1/5, 3. TSV Grabenstätt 2:2/4, 4. TSV Petting 1:4/1. - Gruppe B: 1. FC Hammerau 5:1/6, 2. TSV Übersee  2:2/4, 3. SC Inzell 2:4/3, DJK Nußdorf 1:3/3.
In den Halbfinals im Überkreuz öffneten sich zunächst die Endspielschleuse die Fridolfinger Jungs unter ihrem Trainergespann Herbert Kronbichler/Alexander Lohmeier mit einem knappen, aber verdienten 1:0 über Übersee. Ein packendes Duell lieferten sich dann Bad Reichenhall und Hammerau. Es war heuer bereits das dritte Aufeinandertreffen, wobei bisher mal jene, mal die andere Mannschaft als Sieger vom Parkett ging. Nach den zehn Minuten Spielzeit stand in dem ausgeglichenen, spieltechnisch, kämpferisch und lauffreudig überaus anspruchsvollen Derby ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Die Führung der Kurstädter aus einem Eckball, dann Schusspech an die Alustange, egalisierten die FCler mit einem knallharten Weitschuss. Beim Siebenmeterkrimi scheiterte der letzte Hammerauer Schütze an Torwart Hendrik Ewel. Damit stand  fest, dass es im Finale zur Neuauflage der A-Gruppengegner zwischen Fridolfing und Bad Reichenhall kommen würde.
Um Platz 7 ging der TSV Petting gegen die von Enrico Poppek betreute DJK Nußdorf zweimal in Führung, kassierte jeweils den Ausgleich und unterlag dann recht unglücklich  im Siebenmeterschießen. Platz 5 war eine sichere Beute für Grabenstätts Ensemble um Coach Christian Hausner beim glatten 4:0 über Inzell. Das „kleine Finale“ hatte scheinbar für die knapp im Halbfinale gescheiterten Hammerauer noch „geknickte“ Nachwirkungen. Gegen Übersee geriet man schnell 0:2 in Rückstand, dann weckte das Anschlusstor nochmals die Lebensgeister, doch der durchaus in der Luft hängende Ausgleich wollte nicht mehr fallen. So blieb den Gastgebern in ihrer Sporthalle nur der undankbare 4. Platz.
Umkämpft war das Finale. Erstaunlich vor allem wie wieselflink und noch immer mit guter Kondition ausgestattet die Akteure rauf und runter rannten, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits 40 Minuten unzählige Hallenmeter in den Beinen hatten. Fridolfing ging in der Neuauflage in Führung, die Kurstädter glichen aus - und so blieb es 9 Minuten und 56 Sekunden. Dann fiel das eingangs erwähnte umjubelte Siegtor für die Fridolfinger Buben.
Die Platzierungs- und Überkreuzspiele auf einen Blick: Halbfinals: Fridolfing - Übersee 1:0, Hammerau - Bad Reichenhall 5:6 (1:1) nach Siebenmeterschießen. - Um Platz 7: Petting - Nußdorf 6:7 (2:2) nach Siebenmeterschießen, um Platz 5; Grabenstätt - Inzell 4:0, um Platz 3: Übersee - Hammerau 2:1, Endspiel: Fridolfing - Bad Reichenhall 2:1.
Endstand: 1. und Rupertimeister TSV Fridolfing mit Niklas Lohmeier, Tobias Steinmaßl, Luis Kellner, David Prams, Andre Schreiner, Kevin Heisig, Daniel Beckel, Maximilian Gerl, Jonas Kronbichler, Luca Matzelberger, 2. TSV Bad Reichenhall mit Hendrik Ewel, Benjamin van der Hirtz, Dominik Grafinger, Can Dogan, Severin Leitner, Egzon Curraj, Florian Huber, Jonas Wolf, Oliver Vukovic, Maik Kremer, Albin Tafilaj,  3. TSV Übersee, 4. FC Hammerau, 5. TSV Grabenstätt, 6. SC Inzell, 7. DJK Nußdorf, 8. TSV Petting.
Die Siegerehrung führten Jugendgruppenspielleiter Stefan Fritzenwenger und Hammeraus FC-Jugendleiter Alois Lechner gemeinsam durch. Lob ausgesprochen wurde für die faire und disziplinierte Spielweise aller Mannschaften, den beiden souverän leitenden Schiedsrichtern Robert Richter (WSC Bayerisch Gmain) und Thomas Langner (SV Taching), den Hallensprechern Hansi Streitwieser und Alexander Mai, dem Hallenkiosk-Team, wobei dem FC Hammerau allgemein Dank für den einwandfreien organisatorischen Verlauf galt.
Die Spieler erhielten Urkunden, außerdem jeweils eine gerahmte Erinnerungsurkunde, die Ränge 1 bis 3 wurden jeweils mit Medaillen in den bekannten Farben Gold, Silber und Bronze belohnt. Einen Kasten Libella-Getränke für jede beteiligte Mannschaft gab`s obendrein. Beim ausgelosten Libella-Wieninger-Trikotsatz hatten die Hammerauer das Gewinnglück auf ihrer Seite.

Bildtext:
Die F-Jugend-Mannschaft (U9) des TSV Fridolfing holte sich ungeschlagenbeim abschließenden Wieninger-Libella-Hallenfußballturnierden ersten Platz und damit den Titelin der Gruppe Ruperti. Im Bild links hinten Jugendgruppenspielleiter und Turnierorganisator Stefan Fritzenwenger, sowie das Trainergespann Alexander Lohmeier (2. von links) und Herbert Kronbichler (rechts kniend) Fotos: Schlosser