Wieninger Journal im Oktober 2017

Wieninger Einzelmeldung

 

10.10.2017

Liebe Freunde der Privatbrauerei M.C. Wieninger,

Gickgack, Blabla, Larifari, dummes Geschwätz – wer kennt sie nicht die Nörgler, Wuisler, Brumpfler und Pulverer die mit ihrem Gschroa über alles herziagn und bläd daherredn.

Wobei an einem echten baorischen Grantler nichts Schlimmes ist. Denn zwischen einem Grantler und einem deutschen Schlechtreder gibt’s einen gewaltigen Unterschied! Im Grantln steckt immer a bisserl Humor. Wir meinen es nämlich gar nicht so! Schlechtreden dagegen schließt jeden Humor und Herzenswärme aus. Granteln hat nix mit Zynismus, Verbitterung oder Kritiksucht zu tun. Ein Grantler regt sich einfach gerne a bisserl auf! Ned mehr und ned weniger.

Hier ein paar Hilfen wie man einen Grantler von einem Blödschmatzer unterscheiden kann:

 1.)  Granteln findet immer im Dialekt satt!

 2.)  Granteln hat eine gewisse Oberflächlichkeit. Wenn die ausgesendeten Pfeile zu tief treffen, will
       man ernsthaft beleidigen und verletzen – ein Grantler will das nicht.

 3.)  Grantler nuscheln und sind eher schwer zu verstehen! Der Miesepeter möchte gehört werden!

 4.)  Ein Grantler wird in einer Konfliktsituation nicht auf stur schalten! Nachdem er seiner
       Verärgerung Ausdruck verliehen hat, bereinigt er mit einem „basst scho“ die Situation.

 5.)  Der Unmut eines Grantlers richtet sich gegen Gott und die Welt. Die Aggressionen von
       Unleidigen zielen konkret auf Menschen, Dinge oder Themen.

 6.)  Granteln kennt Grenzen auch wenn diese hauchdünn sind.

 7.)  Grantler haben kein verbissenes Gesicht.

 Berühmte Grantler sind Karl Valentin und Gerhard Polt, und dass Grantler sympathisch sind und auch weiblich sein können sieht man an Monika Gruber, denn schließlich geht bayerischer Humor nicht ohne granteln und granteln nicht ohne Humor!

Prost! Euer

Christian Wieninger

 

 

 

 

 

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